Einmal Lebensfreude, bitte.


Einmal Lebensfreude, bitte.

Heute habe ich herzlich gelacht.
Und das soll bereits eine Überlegung wert sein?

Ja. Genau.

Denn die letzten Tage haben mich zweifeln lassen, überhaupt weiter zu denken als über den Augenblick hinaus. Zu viel wird gesagt, geschrieben, gejammert und angeprangert. Gehetzt, gewiegelt, zugewiesen … und doch:

Wir sitzen alle in einem Boot. Vielleicht nicht in denselben „Blasen“, wie es im modern speech heißt, aber dennoch im selben Boot. Unserer Welt. Ob es um Umwelt oder Gesundheit und zuletzt Freiheit zur Selbstentwicklung geht: es ist unsere Welt, das Boot, aus dem wir nicht abspringen können, ohne zu „ertrinken“.

Langsam verstehe ich die Bilder: einer bedient den Motor und die Steuerung, die anderen warten und nutzen die Zeit, um diejenigen zu klagen, denen sie Verantwortung übertragen haben. Klingt paradox, psychopatisch, die Täter werden zu Opfern und umgekehrt. Double bind, würden die Wissenschafter dazu sagen: kein Ausweg und keine Lösung.

Ist das so?

Ich neige zum Optimismus – habe es ja gelernt. Es gibt immer einen Ausweg, eine Entscheidung. Und sei es nur, alles so laufen zu lassen und geduldig zu beobachten. Das wäre zwar „prämodern“ , aber eine von vielen Möglichkeiten, Situationen der Angst, Aggression, Schock, aufzulösen.

Und wenn es eine Lösung gibt, dann gibt es viele.

  1. Die neue Erfahrung des Gegenteils vom Bisherigen. In die Schuhe des Anderen zu steigen bedeutet vielleicht mehr Verständnis und noch lange nicht Akzeptanz.
  2. Die spannende Vermischung beider Perspektiven, die über ein „Sowohl als auch“ hinaus geht und „das Beste beider Sichtweisen“ zu einer zusammenführt?
  3. Selbst dieses könnte noch zu weiteren Fragen führen, zur Erkenntnis, für die eigene Entscheidung zusätzliches Wissen zu benötigen. Also: was fehlt oder wurde noch gar nicht bedacht?
  4. Ein Systemloop ist nun angebracht, alles bisherige zu überprüfen und dann, mit Mut und Neugier, schließlich im großen Selbstvertrauen, eine
  5. Ganz neue Lösung zu Entscheidung zu führen.

Manchmal braucht es zur Verminderung der Blasenbildung und Öffnung hin zu den Anderen im gemeinsamen Boot lediglich eine kurzfristige Besinnung auf das gemeinsame Ziel: gesund und froh die Tage mit Sinn zu füllen, zu lachen und das Leben zu feiern.

Na dann: fangen wir an, den Weg dorthin zum gemeinsamen Ziel zu skizzieren und die klugen Ressourcen bereit zu stellen. Wissen täten wir es ja schon, all den klugen Systemikern sei Dank. Ich wäre dabei.

Über Ideen und Kommentare freuen wir uns herzlich,

Mit einem Lächeln, Eure

Barbara & Michel