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Wir sind Barbara Schütze und Michel Verhagen, Eigentümer der Toccaverde Gesellschaften in den Niederlanden, Österreich und Brasilien.

Unser gemeinsamer Blog soll Antworten auf Fragen geben, die Euch beschäftigen. Dazu wollen wir einladen, Fragen zu stellen – wir werden diese gemeinsam mit unserem internationalen Team beantworten.

Der Einfluss der vergangenen Monate: raus aus allfälligen Komfortzonen und rein in die Realität der Veränderung, in die Klarheit der Notwendigkeit.

Das heißt: auch Theorien der Vergangenheit über Intentionen von Menschen und Organisationen in Bezug auf Beharrung und Rückkehr in den gewohnten Zustand im Komfort erweisen sich augenblicklich als obsolet. 

Statt dessen: 

  • Werteorientierung über Gewinnmaximierung
  • Mehrwert statt ungebremstem Wachstum
  • Chancen und Möglichkeiten statt Herausforderrungen
  • Vernetzung über ein klare und überzeugende Alleinstellung
  • Agile Kompetenzen über funktionalem Management.


Und nicht zuletzt mit der Überzeugung, dass Wertschätzung und Teilen von Verantwortung den Weg in die Zukunft weisen – vielleicht nicht mehr „schneller, größer, weiter“ sondern mit einem Gespür dafür, was für das System angemessen und verantwortungsvoll ist.

Geht es Ihnen auch so? Sie sitzen täglich in remote-Meetings, auch wenn es langsam mehr Präsenz-Gespräche gibt. Große Unternehmen wie Siemens denken bereits darüber nach, eine praktikable Abfolge von Präsenz- und Home Work für ein weltweites „Rollout“ zu designen.

Erste Tutorials für Remote Work entstehen. Bildpräsenz, Kamerablick und reduzierte Gestik sind schnell erlernt. 

Was bringt das?

Studien der letzten Jahre haben gezeigt, dass das „Old school learning“, gleich ob in Präsenz oder Web, nur 10% zur lebenslangen Entwicklung der Mitarbeiter beiträgt. 70% lernen wir „by doing“ und 20% im „Copy and paste-Modus“.

Wie aber gestalten wir die neuen Inhalte?

Worüber denken und was gestalten?

Zugegeben: mir fehlt die ungeteilte Aufmerksamkeit, der Fokus, den die Quarantäne – und nicht nur das Homeoffice – uns erlaubte. Was für viele Anstrengung bedeutete, die neue digitale Kommunikation, die Konzentration auf den Gesprächspartner am Bildschirm, die Disziplin der Gesprächsführung, die Ruhe des Gedanken-entwickeln-lassen: all das ist reduziert und der Fokus „zerstreut“. 

Stattdessen: Erwartbare und unerwartete (teils) emotionale Ausbrüche von Menschen, denen ich solches nie zugeschrieben hätte: Kampfansagen für den Erhalt von imaginären Freiräumen, Übertreten von Roten Linien und Kontrollansprüche als letzte Bastion und Demonstration vermeintlicher Macht. Die Rückkehr zur Normalität ist ungleich anspruchsvoller als der Rückzug ins „moderne Biedermeier“ – zumindest für die Privilegierten, die sich zurückziehen konnten.

Ich bin ein bekennender Laie. Nicht einmal ein “Amateur” (aus dem Lateinischen abgeleitet für “Liebhaber”) – was Epidemologie oder Virologie betrifft. Und Sie? 

 Wie gehen Sie mit all dem Nicht-Wissen um? 

 Aggressiv und angsterfüllt – Marshall B Rosenberg würde dies emphatisch auf den Wunsch nach Sicherheit, nach Verstanden-werden, nach vielem Nicht-Erfülltem zurück führen wollen. 

 Selbstsüchtig und egomanisch – wenn es schon kein anderer auf Sie achtet oder weil Sie sich nicht zu den Gefährdeten zählen, weil Sie für andere arbeiten müssen und weil es generell allen anderen so viel besser geht als Ihnen? 

Oder reflektiert mitfühlend und sorgfältig (selbst)sorgend? 

Einen Text zur Haltung habe ich bei Nora Batson gefunden und danke meinem Lehrer und Freund Matthias Varga von Kibed für das Vermitteln:

Jetzt ist Zeit für kreativen Optimismus, für visionäres Mitgestalten!

Viele schöne Coaching und Strategie-Gespräche durfte ich während der letzten Woche führen. 

 Und jetzt?

Ich bin begeistert über den Spirit derjenigen, die es verstanden, für eine gemeinsame Sache über sich hinaus zu wachsen, ihre Ängste zu besiegen, für andere unter schwierigen Bedingungen da zu sein. 

Sie sind die Helden der neuen VUCA Welt.

Sie behalten Haltung, wenn es um V(erletzlichkeit) U(nvorhersehbarkeit) C(omplexität) und A(mbiguität – Mehrdeutigkeit) in unserer gegenwärtigen, „neuen“ Welt von Miteinander, Familie, Ethik, Werten, Business geht. 

...wenn Sie mehr vom Selben vermeiden wollen.

 Die Blogs und Artikel sind voll davon. Jetzt sollten wir einmal nicht mehr über Krisenbewältigungs-Strategien sprechen. Was also statt dessen? Ein "Paradigmenwechsel" zeichnet sich ab. Werte verschieben sich - wir sind "für" einander statt "gegen" alles. Wird es so bleiben? Was können wir tun?

Angemessen für den Augenblick: Schritt für Schritt – denn das Leben ist ein Tanz!

Reflexionen für nach dem Sturm

Es ist was es ist. Fakt. Die ersten Tage nach der Disruption, genannt Pandemie, sind überstanden. Erste wesentliche Maßnahmen eingeleitet, Krisenkommunikation betrieben, Ängste und daraus resultierende Aggressionen abgefangen, und jetzt?

Nach sieben Jahren Toccaverde und erfolgreicher Expansion ist es Zeit, sich neuen Herausforderungen zu stellen.



   

 
 
 
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